1954 in Riga geboren, begann Ilya Grubert sein Musikstudium an der E. Darzin Musikschule. Bereits mit vierzehn Jahren setzte er mit seinem aussergewöhnlichen Talent seine Ausbildung bei bekannten russischen Violin-Lehrern Juri Yankelevich, Zinaida Gilel und dann bei Leonid Kogan am Moskauer Konservatorium fort. 1975 wurde Ilya Grubert in Helsinki beim Sibelius-Wettbewerb international ausgezeichnet. 1978 gewann er den ersten Preis der beiden international bekannten Wettbewerben, des Paganini-Wettbewerbs in Genua und des Tschaikowski-Wettbewerbs in Moskau.
Danach setzte er seine erfolgreiche Karriere als Solist fort und trat mit berühmten Orchestern wie der Moskauer Philharmonie, St. Petersburg Philharmonic Orchestra, dem Russian State Symphony Orchestra, der Dresdner Staatskapelle Orchestra, Rotterdam und der Helsinki Philharmonic auf, unter der Leitung von grossen Dirigenten wie Gennady Rozhdestvensky, Maxim Shostakovich, Yoel Levi, Voldemar Nelson, und Mariss Jansons. Seine Konzerttournéen führten ihn in die USA, Kanada, Australien, Japan und ganz Europa.
Die New York Times schrieb über sein Rezital: “A musician of exceptional talent in the tradition of the great virtuoso’s, possessed of an unwavering tone und extraordinary technique”.
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In ihrem Beruf ist Alena Cherny eine Ausnahmeerscheinung, eine Pianistin, die ihren Weg nicht von den Gesetzen des Musikbetriebs bestimmen lässt. Sie versteht ihre erfolgreiche Konzerttätigkeit als Basis künstlerischen Wirkens in grösster Unabhängigkeit, als Verpflichtung, ihrer inneren Stimme zu folgen und sich selber den unbedingten Widerstand gegen jegliche Routine zu leisten.
Es mag dies mit ihrem ungewöhnlichen Werdegang zusammenhängen, auch wenn die Stationen ihrer Ausbildung durchaus den internationalen Karrierestandards entsprechen. 1967 in der kleinen ukrainischen Ortschaft Romny geboren, absolvierte Alena Cherny mit jeweils höchsten Auszeichnungen das Tschaikowsky-Konservatorium in Kiev bei Prof. Natalia Vitte, das Solistenstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau bei Prof. James Avery und das Kammermusik- und Liedbegleitungsdiplom an der Hochschule in Trossingen bei Prof. Michael Uhde. In Kiev empfing sie wertvolle Anregungen auch von dem berühmten Klavierpädagogen und Pianisten Boris Archimovitch. Meisterkurse bei Andras Schiff und Teilnahmen an internationalen Wettbewerben (u.a. 1991 Finalistin im Concours Clara Haskil, Vevey) konditionierten sie für die Bühne, und ausgedehnte Konzertreisen in den USA, in England, Israel, Deutschland, Italien, Österreich und Japan verankerten ihren Namen in den führenden Kulturzentren der westlichen Welt.
Jedoch ist Alena Cherny der Musik nicht durch familiäre Tradition zugedacht gewesen. Sie entdeckte sie in ihrem Heimatstädtchen aus kindlicher Neugier und Initiative selbst. Entscheidend für ihren Wunsch, Pianistin zu werden, waren Besuche im Haus des russischen Biografen und Musikschriftstellers Nikolai Baschanov, der die bedeutendsten Musiker der Sowjetunion persönlich kannte, sich für seine Arbeit aufs Land zurückgezogen hatte, Schallplatten und -–vor allem – ein Petrof-Klavier besass. Er vermittelte wissensdurstigen Kindern seiner Nachbarschaft die Begegnung mit ihrem eigenen Talent. Und ihrem Potenzial, sich dieses Talentes zu vergewissern und sich vor ihm zu verantworten. Ihre Mutter, Lehrerin, und ihr Vater, Lastwagenfahrer, erkannten die Begabung der Tochter und ermöglichten ihr die ersten Schritte in die Professionalität.
Auch wenn sie bis heute nicht verschweigt, ihr Traumberuf wäre eigentlich Schauspielerin gewesen - in der Musik, die sich ihr als ein Tor zu einer grösseren Welt geöffnet hatte, fand Alena Cherny den immensen Schatz an Meisterwerken, den immer neu zu erkunden ihrer Persönlichkeit gemässer ist, als sich gesicherter Erfahrung zu bedienen. Sie spricht mit dem Publikum über ihre Entdeckungen, wenn sie spielt. Sie erzählt – ob als bevorzugte Kammermusikpartnerin von Künstlern wie Gidon Kremer, Gérard Caussé, Maria Kliegel, Thomas Demenga, Christoph Homberger, Peter Saldo, als Solo-Interpretin ihres Lieblingskomponisten Bach, der Klassiker, Romantiker und Zeitgenossen im Konzert oder im Aufnahmestudio – von den Ideen und Leidenschaften, welche die Werke ihres Repertoires hervorgebracht haben. Den Zuhörer durch den Notentext zum Komponisten hinzuführen – diese Forderung stellt sich die Künstlerin in jedem ihrer Vorträge bedingungslos selbst.
Seit 1996 ist Alena Cherny wohnhaft im Zürcher Oberland und tritt mit bedeutenden Schweizer Musikern und Ensembles auf wie Matthias Ziegler, Sol Gabetta, Christoph Keller, Collegium Novum.
Auch ihre Konzerte mit dem Trio Calamus mit klassischer und folkloristischer Musik zeugen von ihrer grossen Spielfreudigkeit. Seit vielen Jahren arbeitet sie mit dem Klarinettisten Fabio di Càsola und dem Initianten des Ensemble di Càsola zusammen.
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RICHARD STRAUSS (1864 - 1949)
Richard Strauss ist in einer Musikerfamilie aufgewachsen und war selbst aktiver Musiker. Im Alter von 4 Jahren begann er Klavier zu spielen, und bereits 2 Jahre später entstanden seine ersten Kompositionen. Strauss komponierte bis 1948, ein Jahr vor seinem Tod zwang ihn seine Krankheit zum Aufhören. Neben Gustav Mahler war er einer der beiden grossen Komponisten seiner Zeit.
Als Strauss im Jahre 1878 die Violinsonate op. 18 komponierte, war er bereits kein Anfänger mehr. Er spielte seit seinem 8. Lebensjahr Violine und hatte 1882 bereits ein Violinkonzert geschrieben. Dazu kommt, dass einige seiner Kammermusikstücke herausragende und anspruchsvolle Geigenparts haben.
Strauss hat nur drei Sonaten geschrieben: die Cellosonate, die Klaviersonate und die Violinsonate - alle drei frühe Werke. Die Violinsonate wird als die reifste bezeichnet; Strauss' musikalische Sprache ist bereits erkennbar. Die beiden Instrumente, Violine und Klavier, sind dicht komponiert, die Melodielinien greifen ineinander und schaffen eine symphonische Textur.
Strauss komponierte die Violinsonate unter dem Eindruck des romantischen Zaubers von Pauline de Ahna, seiner späteren Ehefrau. Das Werk ist voll jugendlicher Energie, Hoffnung und Erwartung. Auffällig ist die brennende Inbrunst der liedhaften Melodielinien.
Obwohl sie nicht als Gipfel der Violinliteratur bezeichnet wird, so hat Strauss' Violinsonate doch einen festen Platz im Repertoire der meisten grossen Geiger und begeistert die Hörer noch heute mit ihrem Charme und innigen Melodien.
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