Eröffnung der Konzertsaison 2011/12

MARIA CALLAS -  Meisterklasse

Musikalischer Theaterabend

1. Abonnementskonzert

Samstag, 01. Oktober 2011, 19:30 Uhr
Landenberghaus Greifensee


Die Konzertgäste sind ab 18:30 Uhr herzlich zum Willkommens-Apéro
im Foyer eingeladen. Der Apéro ist offeriert von der Zürcher Kantonalbank.

Eintritt: CHF 45.--/ Jugendliche 25.—

Vorverkauf und Reservation:
Tel. 044 941 47 14
oder kunstgesellschaft@ggaweb.ch

Unnummerierte Plätze

Abendkasse ab 18:30 h
Türöffnung 30 Minuten vor Konzertbeginn

 

   
   

Maria Callas              
Der Pianist                
Ein Sopran                
Ein zweiter Sopran  
Ein Tenor                  
Ein Bühnenarbeiter 

Graziella Rossi
Helmut Vogel
Anna Steiner
Olga Kindler
Daniel Bentz
Klaus Henner Russius

 

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Maria Callas – die Meisterklasse

Eine Liebeserklärung an Maria Callas

Graziella Rossi, Helmut Vogel, Klaus Henner Russius + 3 SängerInnen

Am Ende ihrer Bühnenkarriere gab Maria Callas an der New Yorker Juilliard School ihre letzten Master-Classes. Mit dem auf diesen Unterrichtsstunden basierenden Theaterstück «Meisterklasse» von Terrence McNally spüren Graziella Rossi, Helmut Vogel und Klaus Henner Russius dem tragischen Leben der eigenwilligen Operndiva nach.

Maria Callas, auch «La Divina» genannt, gilt bis heute als die grösste Primadonna der Opernwelt. Als sie 1971/72 an der New Yorker Juilliard School of Music eine Meisterklasse gab, hatte sie den Zenit ihrer Karriere bereits überschritten.
Die Protokolle und Tonbandaufzeichnungen dieser Unterrichtsstunden verarbeitete Terrence McNally zu einem biografischen Portrait der Künstlerin.

Streng und gnadenlos tritt die Callas den jungen Leuten entgegen: Ihre Kritik ist hart, ihr Perfektionismus unerbittlich, ihre Ansprüche an ihre Schüler sind ebenso hoch wie die an sich selbst.

Sie verlangt kompromisslose Hingabe an die Kunst. Die Schüler – bescheiden, ruhmsüchtig, talentiert oder blosses Mittelmass – lassen die zum Teil demütigenden Szenen nicht immer widerspruchslos über sich ergehen, hören der Künstlerin aber dennoch fasziniert zu, wenn sie über ihre Arbeit und über ihr Leben spricht.

Die Callas durchlebt so noch einmal entscheidende Stationen ihres Lebens: ihre Karriere an der Mailänder Scala, die Triumphe an den grossen Opernhäusern dieser Welt, aber auch die zerstörerische Liebe zu Aristoteles Onassis und ihre privaten Niederlagen.

Der Callas-Verehrer Terrence McNally zeichnet in seinem Stück das Bild einer gebrochenen und egozentrischen Diva, die dennoch nichts von ihrer Faszinationskraft eingebüsst hat. Untermalt wird das preisgekrönte Drama von einigen der schönsten Opernarien der Welt – eine Hommage an eine charismatische Sängerin, und eine Hommage an die Kunst.



   
 


  Maria Callas (1923 - 1977)    

«Meisterklasse» zeigt die Belcanto-Primadonna an einem fragilen Punkt ihres Lebens, von dem aus sie mit zunehmender Bitterkeit auf ihren schwindenden Ruhm zurückblickt. Sie sammelt noch einmal ihre Kräfte, um ihre Erfahrungen und Überzeugungen an die nächste Sängergeneration weiterzugeben. Doch diese Stunden sind gleichzeitig ihr letzter grosser Auftritt, und am Ende weiss auch sie selbst, dass ihre Zeit als gefeierter Opernstar vorbei ist. Als Gegenfigur zu ihrer Egozentrik und Exaltiertheit in McNallys Stück fungiert dabei der bescheidene Korrepetitor, ein jüdischer Emigrant, der die Diva freundlich unterstützt – während sie sich partout seinen Namen nicht merken kann oder will.

«Bei Maria Callas gab es keine Halbtöne», sagt Graziella Rossi, «bei ihr war alles absolut gesetzt.» Die Extreme, in denen sich die legendäre Opernsopranistin mit ihrer Karriere und ihren schwierigen Beziehungen zu Männern bewegte, liessen Rossi nicht mehr los. «Jeder ihrer Auftritte war ein Kampf», sagt die Schauspielerin und Sängerin über die Callas. «Sie löste bei ihrem Publikum starke Gefühle, aus – man konnte ihr einfach nicht passiv zuhören.»
Der Opernstar wurde deswegen vergöttert, aber auch beneidet und gehasst. Sie sei keine Sängerin, sagte Maria Callas einmal über sich selbst, sondern eine Schauspielerin, die singe. Tatsächlich wirkt ihre ausdrucksstarke dramatische Gestaltung von Opernrollen noch immer nach und beeindruckt in Ton- und Bilddokumenten – während Stimmtechnik und Intonation heutigen Massstäben kaum mehr genügen würden.

Rossi spielt eine Sängerin, die sich als Schauspielerin verstand und ihren Schülern vor allem darstellerische Fähigkeiten vermitteln wollte. «Und ich», sagt Helmut Vogel, «gebe einen Schauspieler, der Klavier spielt.» Allerdings greift er in «Meisterklasse» auf der Bühne auch wirklich selbst in die Tasten. Der geborene Wiener ist ausgebildeter Schauspieler und Musiker.